Die Theater AG - 1985 bis 2009
Das Theaterspiel war immer ein wesentlicher Bestandteil des Schullebens der Realschule Diepholz. So gab es Anfang der 80er Jahre ein Schultheatertreffen mit unterschiedlichen Aufführungen in der damaligen Aula.
1985/86 wurde die moderne Fassung des Stücks „Der Teufel mit den goldenen Haaren" aufgeführt.
Mit den sich reduzierenden Schülerzahlen Ende der 80er Jahre schwanden die Möglichkeiten, Theaterarbeit in größerem Umfang zu leisten. Dennoch fanden sich immer wieder Schüler, die durch englische oder deutsche Sketsche zur alljährlichen Begrüßung der 7. Klassen beitrugen.
1996 wurde – im Anschluss an die Aufführung einer kleinen Theaterszene anlässlich Entlassung der 10. Klassen – aufgrund des Schülerinteresses eine Arbeitsgemeinschaft "Theater" angeboten. Es galt zunächst, anfängliche Probleme, wie den Altersunterschied der Schüler, die Auswahl der Stücke, die Theaterproben zusätzlich zum Pflichtunterricht, zu überwinden.
Zum Umwelttag 1996 führte die AG eine kleine Theaterszene auf, in der es um den Konsum von Produkten aus der Dritten Welt ging. Es folgten kleine Kurzszenen als Beitrag zur schulischen Weihnachtsfeier.
Im darauf folgenden Jahr wurde im Rahmen der der Entlassung der 10. Klassen die Balkonszene aus „Romeo und Julia" dargestellt in der Originalfassung und im heutigen Sprachjargon Jugendlicher.
Das Jubiläum der Drogenberatungsstelle und das Schlossturmfest waren Anlässe zur wiederholten Aufführung der Szene.

Der Schlosshof eignet sich besonders gut für Aufführungen
Im selben Jahr fanden weitere Aufführungen zur schulischen Weihnachtsfeier und zum Umwelttag statt.

Umweltschutz in der Landwirtschaft
Im folgenden Jahr trugen wir zur Gestaltung der Entlassungsfeier mit „Oma-Look und Mini-Rock" bei und führten eine kleine Weihnachtsszene in den Diepholzer Seniorenheimen bei Weihnachtsfeiern auf:

Mit der Kurzszene „Schule früher - heute" waren wir im Frühjahr 2001 beim Schulfest anlässlich des Schuljubiläums vertreten. Wie im Vorjahr übten wir eine kleine Weihnachtszene („Geschenke") ein und führten sie in Diepholzer Seniorenheimen auf.
Die Schulentlassung der 10. Klassen 2001 war Anlass für eine neue Aufführung: „Die Sprache der Liebe". Eine Szene aus Goethes „Faust" wurde dargestellt in der ursprünglichen Fassung und im heutigen Sprachjargon Jugendlicher.
Zur Schulentlassung im folgenden Jahr (2002) erweiterten wir unser Repertoire durch den Loriot-Sketch „Fernsehabend" und einen weiteren Beitrag zum Thema „Fernsehen" :"Der Schock der Erkenntnis".Mit Schülern der neuen siebten Klassen führten wir „Oma-Look und Mini-Rock" und „Fernsehabend" im Herbst bei Seniorennachmittagen des DRK in Rehden und Diepholz auf.
Mit ehemaligen Schülern der Theater-AG führten wir ebenfalls im selben Jahr auf Wunsch der Erziehungsberatungsstelle „Romeo und Julia" im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Einrichtung auf.
Im gleichen Jahr wagten wir uns zu Weihnachten an zwei umfangreichere Theaterszenen: „Stiefel für den Nikolaus" und „Nikolausprobleme", die wir bei Weihnachtsfeiern des DRK, des Heimatvereins und der Kirche präsentierten.

Nikolausprobleme
Bei der Schulentlassung 2003 wurden Sketche in deutscher und englischer Sprache aufgeführt. Im Dezember desselben Jahres besuchten wir die Weihnachtsfeiern des DRK Diepholz und der Behindertensportgruppe mit „Weihnachtsmann und Weihnachtsfrau" und „Nikolausprobleme".

Der Nikolaus sieht sich konfrontiert mit kritischen Kunden im Kaufhaus
Im Februar 2004 baten uns das DRK Diepholz und Rehden einige kurze Sketche als Beitrag zu deren Karnevalsfeiern mit den Senioren aufzuführen. Im Juli 2004 standen zur Entlassungsfeier mit „Die verflixte Rechenaufgabe" und „Hausaufgabenblues" zwei neue Stücke auf dem Programm. Zu diesem Zeitpunkt hatte die AG sehr wenige Mitglieder und wir benötigten dringend Nachwuchs.
Was die Auswahl der Theaterszenen anging, entwickelten wir im Laufe der Zeit große Kreativität: Da wurden Rollen geändert, gekürzt, weggelassen oder dazu erfunden - die Stücke wurden auf die beteiligten Schüler "zugeschnitten".
Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde die Theater–AG durch Schüler der Klassen 5 und 6 „verjüngt" und es galt, aus den erfahrenen, älteren Schülern und den „Neulingen" eine homogene Theatergruppe zu bilden.
Erste Auftrittsversuche starteten wir im September 2004 beim DRK mit kürzeren Sketchen. Weihnachten 2004 blieben nur die Schüler der Klassen 5 und 6 „bei der Stange" und wir absolvierten gemeinsam ein umfangreiches Programm:
Bei 4 Weihnachtsfeiern (Kneipp-Verein, Rheuma-Liga, Behindertensport, Kirche) sowie bei einer schulischen Weihnachtsfeier führten wir Bewährtes und Neues auf: Weihnachtsmann und Weihnachtsfrau", „Nikolausprobleme" und „ Schöne Bescherung"

Schöne Bescherung 1

Schöne Bescherung 2
Die bei diesen Veranstaltungen eingenommene „Gage" (120 Euro) wurde auf Wunsch der Schüler für die Flutopfer der Erdbebenkatastrophe in Südostasien gespendet. Eine eigens für die Theater-AG angeschaffte Verstärkeranlage mit Headsets machte ein erhebliche besseres Verstehen der Texte der gespielten Stücke möglich und trug zur Motivation der Schüler bei.
Wir nahmen im Jahr 2005 am Wettbewerb der Agenda 22 teil und erhielten als Lohn für unser Theaterstück, das den Handel mit der Dritten Welt zum Thema hatte, ein "faires" Frühstück (Foto 8).

Die "Schauspieler" lassen es sich nach getaner Arbeit schmecken

Die Balkonszene aus "Romeo und Julia"
Die nächste Aufgabe war ein Theaterstück, das sich mit dem "Nachwuchs im Jahr 2222", also in der Zukunft, auf kritische und unterhaltsame Weise beschäftigte. Es kam bei der Entlassung der 10. Klassen 2006 und im Krankenhaus Diepholz zur Aufführung.
Im Sommer 2007 engagierten wir uns bei zwei privaten Feiern (90. Geburtstag/Silberhochzeit) mit dem bereits aufgeführten Stück "Romeo und Julia".
Unser nächstes Projekt war eine Theaterszene, die sich mit "Pippi Langstrumpf" beschäftigte und ein Beitrag zu den Feierlichkeiten im Herbst 2007 anlässlich des 100. Geburtstages von Astrid Lindgren war.
Die Szene wurde bei einer öffentlichen Veranstaltung der Stadt Diepholz, im DRK und in der Realschule vor den 5. Klassen aufgeführt.
Im Sommer 2008 präsentierten wir im Rahmen der Entlassung der 10. Klassen das Märchen "Aschenputtel" auf moderne, ungewöhnliche und amüsante Art und Weise.

Aschenputtel, der Prinz und die bösen Schwestern agierten hinter einem Vorhang ohne Bühnendekoration
Bei den Weihnachtsfeiern der kirchlichen Seniorennachmittage, der Seniorenheime, des Hausfrauenbundes und des Roten Kreuzes waren wir Weihnachten 2007 und 2008 mit unseren Sketchen gern gesehene Gäste.
Wir veränderten und erweiterten unser Repertoire an Sketchen und präsentierten hier Weihnachten nicht nur unter religiösem Aspekt, sondern auch auf lustige und kritische Art und Weise.
Die Beiträge wurden auch in der Schule im Rahmen einer Weihnachtsfeier für die 5. Klassen aufgeführt.

Das große Theater

Eine Patientin im Gespräch mit der Ärztin
Beitrag zur Entlassung der 10. Klassen im Jahre 2009 war erneut "Die Sprache der Liebe", eine zuvor bereits aufgeführte Theaterszene.
Seit Beginn des Schuljahres 2009 hat die Theater - AG gute Unterstützung durch die Schüler der neuen 5. Klassen und die Teilnehmer des letzten Jahres, die uns treu geblieben sind, erfahren.
Da sich die gemeinsamen Proben als schwierig erweisen, wird derzeit in getrennten Gruppen (jüngere und ältere Schüler) zu getrennten Terminen geprobt.

Als Kulisse diente im Krankenhaus ein "echtes" Krankenbett

Sketch "Mama, guck mal"

Der clevere Bankangestellte
Unsere nächste Aufgabe ist das Ausschmücken der anstehenden Seniorenweihnachtsfeiern sowie die schulische Weihnachtsfeier der Realschule des Jahres 2009.








